Nein, Sie müssen nicht bei fünf Firmen bestellen. Wer Banderoliermaschinen mehrerer Hersteller im Haus hat, kann das Verbrauchsmaterial dafür über einen einzigen Lieferweg beziehen. aftech liefert Papier- und Folienbanderolen für neun Maschinenmarken, ausdrücklich auch für Geräte, die nie über aftech gekauft wurden. Maßgeblich ist nicht das Typenschild, sondern ob Materialart, Bandbreite, Stärke und Rollenformat zu Bandführung und Siegeleinheit passen.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Banderole ist ein Verbrauchsmaterial mit definierten Maßen, kein herstellergebundenes Ersatzteil. Eine Bindung an den Maschinenhersteller entsteht daraus nicht.
- Neun Maschinenmarken werden aus einem Programm beliefert: COM E, COM J, Band-All, Ultramatic, Mosca, US 2000, Tippy, Akebono und HIMA.
- Die Maschine gibt die Werte vor. Bandbreite und Siegelverfahren stammen vom Gerät, nicht vom Einkauf. Abzulesen sind sie am Rollenkern oder auf dem letzten Lieferschein.
- Ein Lieferweg statt mehrerer. Bei gemischtem Maschinenpark schrumpfen mehrere Bestellvorgänge auf einen.
Diese neun Fabrikate werden aus einem Programm beliefert
Die zweite Spalte nennt, was zum jeweiligen Fabrikat an Modellangaben dokumentiert ist. Wo keine Modellzuordnung steht, liegt keine vor. Maßgeblich sind dann die Angaben Ihrer Maschine und Ihrer bisherigen Rolle.
| Maschinenmarke | Hinterlegte Angaben |
|---|---|
| COM E | keine Modellzuordnung hinterlegt |
| COM J | Modelle J 240 und UB 240, Hersteller COM Verpackungssysteme, München |
| Band-All | Hersteller Bandall B.V., Niederlande |
| Ultramatic | keine Modellzuordnung hinterlegt |
| Mosca | keine Modellzuordnung hinterlegt |
| US 2000 | keine Modellzuordnung hinterlegt |
| Tippy | keine Modellzuordnung hinterlegt |
| Akebono | Modelle OB 301 N (Vorgänger von 2011) und OB 360 N (neues Modell), Hersteller Akebono, Japan |
| HIMA | keine Modellzuordnung hinterlegt |
Zwei dieser Fabrikate sind an anderer Stelle ausführlicher behandelt: Banderolen für Akebono OB und Banderolen für HIMA-Banderoliermaschinen.
Warum der Maschinenhersteller nicht der einzige Weg ist
Ein Banderolierband ist über wenige Größen beschrieben: Materialart, Stärke in µ oder Flächengewicht in g, Bandbreite in mm und Lauflänge der Rolle. Diese Werte stehen im Artikelschlüssel, etwa FTB 100 28 für eine beschichtete Transparentfolie mit 100 µ Stärke und 28 mm Bandbreite. Wie die Kurzschreibweise aufgebaut ist, steht unter FTB, PB und PW: den Artikelschlüssel lesen.
Entscheidend für die Austauschbarkeit ist die Siegelseite. Eine heißsiegelnde Maschine braucht ein siegelfähiges Band, und bei Papier heißt das in aller Regel eine Siegelbeschichtung. Solange Siegelseite und Bandbreite stimmen, ist der Markenname auf der Rolle für die Maschine ohne Bedeutung. Das ist der technische Grund dafür, dass ein gemischter Maschinenpark aus einer Quelle versorgt werden kann.
Praktisch zahlt sich das im Einkauf aus. Statt getrennter Lieferantenstämme je Fabrikat läuft die Beschaffung über einen Vorgang. Für den Bestand in der Halle hat das einen weiteren Effekt: Wenn mehrere Maschinen dieselbe Bandbreite fahren, lässt sich eine angebrochene Rolle umsetzen, statt sie liegen zu lassen.
Was für die Zuordnung gebraucht wird
Drei Angaben beschreiben das Material eindeutig: Fabrikat und Typ vom Typenschild, der Aufdruck auf dem Kern einer vorhandenen Rolle und der Artikelschlüssel vom letzten Lieferschein. Liegt davon nichts vor, lässt sich die Bandbreite an einer Restrolle nachmessen. Geschätzte Breiten führen dagegen regelmäßig zu Fehlbestellungen.
Ob Papier oder Folie die bessere Wahl ist, hängt am Siegelverhalten und an der geplanten Bedruckung, nicht am Materialnamen. Die Abwägung steht im Vergleich Papierbanderole oder Folienbanderole.
Typische Fehler
- Das Material erst nach dem Maschinenkauf klären. Passt die Bandbreite nicht zum vorhandenen Lagerbestand, entstehen Folgekosten über die gesamte Nutzungsdauer. Die Reihenfolge steht im Leitfaden zur Maschinenauswahl.
- Für jedes Fabrikat einen eigenen Lieferanten pflegen, obwohl dieselbe Bandbreite in mehreren Maschinen läuft.
- Folienstärke und Papiergrammatur verwechseln, weil beide Werte im Artikelschlüssel an derselben Stelle stehen.
- Auf ein nicht siegelfähiges Papier wechseln, ohne vorher zu prüfen, welches Siegelverfahren die Maschine nutzt.
- Erst bestellen, wenn die letzte Rolle läuft. Bei gemischtem Maschinenpark betrifft eine Lieferlücke mehrere Linien gleichzeitig.
So kommen Sie an das Material
aftech ist seit 2003 Vertriebsingenieurbüro für Verpackungstechnik in Zimmern ob Rottweil und versorgt einen Umkreis von rund 100 Kilometern mit Verbrauchsmaterial, Service und Wartung. Auf Wunsch wird die Banderole mit Firmenlogo oder Produktinformationen bedruckt. Markenliste und Artikelschlüssel stehen auf der Seite Verbrauchsmaterialien bei aftech.
Zum Thema
- Banderolen richtig auswählen: Material, Bandbreite und Stärke
- Banderolen für Akebono OB: passendes Material und Bezug
- Banderolen für HIMA-Banderoliermaschinen
- FTB, PB und PW: den Artikelschlüssel für Banderolen lesen
- Banderolieren, Umreifen, Schrumpfen: drei Verfahren im Vergleich
- Banderoliermaschine auswählen: Leitfaden für die Fertigung
Fazit
Für einen gemischten Maschinenpark ist die Zahl der Lieferanten keine technische Notwendigkeit, sondern eine Frage der Organisation. Neun Fabrikate aus einem Programm heißt: ein Bestellvorgang statt mehrerer und ein Ansprechpartner, der weiß, welche Maschine bei Ihnen steht. Nennen Sie beim ersten Kontakt Fabrikat und Aufdruck der vorhandenen Rolle, dann liegen die Angaben vor, die für die Zuordnung gebraucht werden. Weitere Materialseiten nach Fabrikat finden Sie in der Übersicht Verbrauchsmaterial.
Quellen und weiterführende Informationen
Zwei Quellen ordnen Begriff und Maschinenseite ein. Die Bezugsseite des Sortiments steht auf der Hauptseite.
- Banderole (Wikipedia): Begriffsherkunft und Abgrenzung der Banderole von anderen Bündelverfahren.
- KÖRA-PACKMAT Maschinenbau GmbH: Hersteller und Werksvertretung von aftech, rund sechs Kilometer vom Firmensitz entfernt.
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